Wie steuert man eine Transformation, ohne in die „Output-Falle" zu tappen? HealthTech misst heute Features und Velocity — Kennzahlen, die Aktivität zeigen, aber nicht Wirkung. Unser EBM-Dashboard verlagert den Fokus auf vier Quadranten, die echte Steuerungsfähigkeit ermöglichen.
Die vier EBM-Quadranten
Welchen Wert liefern wir heute?
Produktstabilität, Support-Tickets, klinische Outcomes. Misst, ob das Produkt in der Praxis funktioniert — nicht nur im Demo.
Welchen Wert verschenken wir?
Fluktuation, Engagement, Belastung als Leading-Indikatoren. Zeigt, wo Potenzial verloren geht, bevor es sich in Kündigungen materialisiert.
Wie schnell liefern wir Wert?
Onboarding-Zeit, Lead Time for Changes, Release-Frequenz. Die harte Wahrheit darüber, wie lange es dauert, bis eine Idee beim Patienten ankommt.
Können wir noch innovieren?
Tech-Debt-Trend, Build Failures, Defect Escape Rate. Zeigt, ob die technischen Schulden die Innovationsfähigkeit erdrosseln.
Prinzip: Wenige harte Metriken, die Verhalten verändern
Wir starten nicht mit einem 50-Kennzahlen-Dashboard, das niemand liest. Stattdessen beginnen wir mit zwei Fokus-Metriken:
Time-to-Learn
Wie schnell erkennen wir, ob wir richtig liegen? Gemessen über Lead Time for Changes und Experiment-Durchlaufzeit. Diese Metrik zwingt die Organisation, in Hypothesen statt in Feature-Listen zu denken.
Stabilität / Ability to Innovate
Wie stark belastet uns Technical Debt? Gemessen über Change Failure Rate, MTTR oder Defect Escape. Diese Metrik macht sichtbar, was Karnewitz als „8 bis 9 von 10" beschreibt — und zwingt zur Priorisierung.
Warum erst zwei Metriken?
Weil jede Metrik ein Versprechen ist: Wir messen das, und wir handeln danach. Lieber zwei Metriken, die Entscheidungen verändern, als zwanzig, die in einem Report verstauben. Die schrittweise Erweiterung auf alle vier Quadranten folgt, sobald der Review-Rhythmus etabliert ist.