Steuerung mit harten Daten

Das EBM-Dashboard — vier Quadranten, die Verhalten verändern. Erst Messbarkeit schaffen, dann schrittweise erweitern.

Wie steuert man eine Transformation, ohne in die „Output-Falle" zu tappen? HealthTech misst heute Features und Velocity — Kennzahlen, die Aktivität zeigen, aber nicht Wirkung. Unser EBM-Dashboard verlagert den Fokus auf vier Quadranten, die echte Steuerungsfähigkeit ermöglichen.

Die vier EBM-Quadranten

Current Value

Welchen Wert liefern wir heute?

Produktstabilität, Support-Tickets, klinische Outcomes. Misst, ob das Produkt in der Praxis funktioniert — nicht nur im Demo.

Beispiel: Regulatory First Pass Yield, MTBF
Unrealized Value

Welchen Wert verschenken wir?

Fluktuation, Engagement, Belastung als Leading-Indikatoren. Zeigt, wo Potenzial verloren geht, bevor es sich in Kündigungen materialisiert.

Zielbild: Fluktuation von 25 % deutlich senken
Time-to-Market

Wie schnell liefern wir Wert?

Onboarding-Zeit, Lead Time for Changes, Release-Frequenz. Die harte Wahrheit darüber, wie lange es dauert, bis eine Idee beim Patienten ankommt.

Zielbild: Onboarding 6 → 2 Monate
Ability to Innovate

Können wir noch innovieren?

Tech-Debt-Trend, Build Failures, Defect Escape Rate. Zeigt, ob die technischen Schulden die Innovationsfähigkeit erdrosseln.

Beispiel: Change Failure Rate, MTTR

Prinzip: Wenige harte Metriken, die Verhalten verändern

Wir starten nicht mit einem 50-Kennzahlen-Dashboard, das niemand liest. Stattdessen beginnen wir mit zwei Fokus-Metriken:

Time-to-Learn

Wie schnell erkennen wir, ob wir richtig liegen? Gemessen über Lead Time for Changes und Experiment-Durchlaufzeit. Diese Metrik zwingt die Organisation, in Hypothesen statt in Feature-Listen zu denken.

Stabilität / Ability to Innovate

Wie stark belastet uns Technical Debt? Gemessen über Change Failure Rate, MTTR oder Defect Escape. Diese Metrik macht sichtbar, was Karnewitz als „8 bis 9 von 10" beschreibt — und zwingt zur Priorisierung.

Warum erst zwei Metriken?

Weil jede Metrik ein Versprechen ist: Wir messen das, und wir handeln danach. Lieber zwei Metriken, die Entscheidungen verändern, als zwanzig, die in einem Report verstauben. Die schrittweise Erweiterung auf alle vier Quadranten folgt, sobald der Review-Rhythmus etabliert ist.